Kommunale Wärmeplanung: Informationsbörse „vom Keller bis zum Dach“ für Modernisierung und Sanierung

Am Samstag den 09.05.2026 fand bei bestem Wetter vor und im Rathaus die durch unseren Bürgermeister Stefan Ritthaler im kleinen Team zusammen mit der Verwaltung und Herrn Bischoff und weiteren Helfern organisierte Informationsbörse „vom Keller bis zum Dach“ für Modernisierung und Sanierung statt.

Interessierte Besucher, zu denen wir auch gehörten, nutzten die Möglichkeit mit Vertretern der örtlichen Betriebe ins Gespräch zu kommen.
Dank der Jugendfeuerwehr wurden alle bestens mit selbstgebackenem Kuchen, Getränken und Bratwurst verpflegt.

Die gut organisierte Infobörse zeigte:
Alle regionalen Handwerksbetriebe (heute dabei waren vor Ort: die LSE-Service GmbH aus Grasberg, die Firma Wiegmann Haustechnik aus Grasberg und die Holzfachhandlung Joh. D. Bahrenburg GmbH) und Versorger wie der EWE sind kompetente erste Ansprechpartner, wenn es darum geht, eigene Schritte Richtung energetischer Sanierung, Versorgung mit Energie aus Photovoltaik und dem klimafreundlichen Heizungsaustausch zu starten.

Sie sind Experten, beraten, sind auf dem neuesten Stand und halten neben Erfahrung jede Menge Know-How vor und bieten alle Dienstleistungen regional an.

Für alle die nicht dabei sein konnten, vielleicht gut zu wissen:
Nach den Stammtischen des Marktplatzes für Sanierung und den Informationsformaten des Bündnisses Familienfreundliches Grasberg mit den Klima- und Nachhaltigkeitsforen z. B. zu Wärmepumpe und Photovoltaik ist nun auch die Verwaltung der Gemeinde Grasberg für uns als kleinste Kommune im Landkreis aktiv, wenn es um die Herausforderungen der Kommunalen Wärmeplanung geht. Sie bietet aktive Unterstützung für Bürgerinnen und Bürger in Grasberg mit diesem Format und weiteren Informationsmöglichkeiten.
Aktuell geplant ist z.B. demnächst in Zusammenarbeit mit dem Landkreis allen GrasbergerInnen den Zugang zu weiteren zunächst auch den Besuch einer Wanderausstellung im Rathaus zu ermöglichen.

Wobei die Gemeinde Grasberg als kleinste Kommune lt. Herrn Bischoff sogar den Anfang machen wird.
Uns ist die Wärme- und Energiewende wichtig, da Sie mit guter Unterstützung der BürgerInnen und Bürger bei offenen Fragen gelingen kann und für mehr Unabhängigkeit bei der Energieversorgung sorgt, auch auf kommunaler Ebene.

Zusätzlich und frei zugänglich bieten der Landkreis Osterholz und die Klimaschutz- und Energieagentur des Landes Niedersachsen (KEAN) kostenlose Online-Formate zu den verschiedensten Schwerpunkten an (siehe unten).

Danke an das OrgaTeam und alle Beteiligten🌻

Und hier sind noch einige weiterführende Infos für Euch:

Der seit November 2025 vorliegenden Abschlussbericht zur Kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Grasberg verdeutlicht die möglichen Handlungsfelder für die Gemeinde Grasberg, zu der die Verwaltung infomriert und auch in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und dem Land Niedersachsen jetzt in die Umsetzung einzelner Schritte geht. Informationen und den vollständigen Abschlussbericht findet Ihr auf der Homepage der Gemeinde Grasberg (siehe Link). Er erläutertdie Grundlagen der kommunalen Wärmeplanung, beinhaltet eine Bestandsanalyse eine Potenzialanalyse, Eignungsgebiete für Wämenetze, ein Zielszenario, mögliche Maßnahmen und Wärmewendestrategie, mit einem Überblick zu:

  • Finanzierung
  • Lokalen ökonomischen Vorteilen der Wärmewende
  • Fördermöglichkeiten

Ein Blick in den Bericht lohnt sich. Im Fazit für unsere Gemeinde Grasberg ist dort zu lesen (Zitat):

„Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Umsetzung des kommunalen Wärmeplans einen entscheidendenBeitrag zur Erhöhung der Planungssicherheit leistet – sowohl im identifizierten Wärmenetzeignungsgebiet als auch in den übrigen Teilen des Gemeindegebiets. Für Kommunen, Netzbetreibende, Energieversorgende und weitere relevante Mitwirkende bietet der Plan eine fundierte Entscheidungsgrundlage und eine klare Priorisierung für weiterführende Untersuchungen und konkrete Maßnahmen. Ein zentrales Ergebnis des Prozesses ist, dass die enge Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung sowie die Einbindung des digitalen Zwillings und weiterer Mitwirkender maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben. Diese Faktoren haben sich als besonders wirkungsvoll für die Qualität und Umsetzbarkeit des Wärmeplans erwiesen. Die Analyse der aktuellen Wärmeversorgung in Grasberg verdeutlicht den dringenden Handlungsbedarf: Etwa 90 % der bereitgestellten Wärme basieren weiterhin auf fossilen Energieträgern. Daraus ergibt sich die klare Notwendigkeit, den Anteil erneuerbarer Energien deutlich zu erhöhen – insbesondere im Wohnsektor, der einen erheblichen Anteil an den CO₂-Emissionen verursacht. Vor diesem Hintergrund sind Maßnahmen wie Energieberatung, Gebäudesanierung und der Ausbau von Wärmenetzen als zentrale Hebel der Wärmewende zu bewerten. Die im Rahmen der KWP erhobenen Daten schaffen Transparenz und bilden eine belastbare Grundlage für die Umsetzung. Der digitale Zwilling unterstützt diesen Prozess durch die anschauliche Darstellung komplexer Zusammenhänge und trägt so zur Effizienzsteigerung in der Planung bei.
Die Identifikation des Wärmenetzeignungsgebiets in Grasberg, im Bereich „Rathaus Mitte“ und die Entwicklung konkreter Versorgungskonzepte auf Basis erneuerbarer Energien stellen einen wichtigen Meilenstein dar. In einem nächsten Schritt gilt es, dieses Gebiet hinsichtlich technischer Machbarkeit und wirtschaftlicher Tragfähigkeit weiter zu untersuchen. Hierfür sind sowohl die im Plan enthaltenen Projektskizzen als auch vertiefende Machbarkeitsstudien erforderlich. Gleichzeitig zeigt sich, dass in weiten Teilen des Gemeindegebiets von Grasberg weiterhin eine dezentrale Wärmeversorgung dominieren wird. In diesen Einzelversorgungsgebieten – vor allem in Wohngebieten mit Ein- und Zweifamilienhäusern – werden Wärmepumpen voraussichtlich die zentrale Rolle übernehmen, ergänzt durch Biomasseheizungen. Biomethan kann als Übergangslösung dienen, während der Einsatz von Wasserstoff derzeit nicht realistisch erscheint. Um die Transformation auch in diesen Bereichen zu unterstützen, sind gezielte Informations- und Beratungsangebote essenziell.
Die im kommunalen Wärmeplan entwickelten Maßnahmen markieren den Einstieg in eine langfristige
Transformation der Wärmeversorgung. Dabei ist zu betonen, dass die Wärmewende erhebliche Investitionen
erfordert und eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung darstellt. Umso wichtiger ist es, mit wirtschaftlich
tragfähigen Projekten zu beginnen, um Akzeptanz zu schaffen und eine nachhaltige Umsetzung zu ermöglichen.
Förderprogramme bieten hierfür wichtige Impulse und sollten gezielt genutzt werden.
Nicht zuletzt muss deutlich gemacht werden, dass fossile Energieträger künftig mit steigenden Kosten und Risiken verbunden sein werden – etwa durch die CO₂-Bepreisung. Die Wärmewende kann nur gelingen, wenn alle relevanten Mitwirkenden vor Ort gemeinsam an einem Strang ziehen.
Abschließend lässt sich sagen: Die kommunale Wärmeplanung bietet nicht nur eine strategische Grundlage für die Energiewende, sondern eröffnet auch wirtschaftliche Chancen für die Region. Durch die Beteiligung innovativer Unternehmen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze entstehen langfristig stabile und unabhängige Strukturen für die lokale Energieversorgung in Grasberg.

Artikel/Infos und Online-Formate:

Weitere aktuelle Infos findet Ihr hier:

Artikel des Weser-Kuriers vom 03.05.2026 „Vom Keller bis zum Dach“: Welcher Schritt zuerst bei der Sanierung? Eine zentrale Wärmeversorgung für die Gemeinde Grasberg ist nicht wirtschaftlich. Bürgermeister Stefan Ritthaler will den Bürgerinnen und Bürgern Wissen an die Hand geben – mit einer Infobörse am 9. Mai.

Förderprogramme zu Heizungstausch, energetischer Sanierung, Energieberatung und PV-Anlagen findet Ihr immer bei der Klimaschutz und Energieagentur Niedersachsen. Dort findet Ihr auch Online-Vorträge mit Beratung in Kleingruppen. Zitat:

Unter dem Titel „Energiewende zu Hause“ bieten wir zusammen mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen und unseren lokalen Partnern Online-Vorträge mit anschließender Beratung in Kleingruppen zu den folgenden Themen und Terminen an:

16.11.2026: Wärmepumpe

04.05.2026: Wärmedämmung

01.06.2026: Solarstrom

17.08.2026: Wärmedämmung

31.03.2026: Solarstrom

21.09.2026: Heizung optimieren

05.10.2026: Wärmepumpe

26.10.2026: Heizung optimieren

Aktuelle Förderprogramme der KFW

lest gerne eine aktuelle Analyse der Förderzusagen der Klimaschutz- und Energieagenturg Niedersachchsen vom 04.05.2026 mit dem Titel Wärmepumpenausbau in Niedersachsen nimmt weiter Fahrt auf

und schaut auf den Seiten des Landkreises vorbei, dort werden unter diesem Link laufend Informationsveranstaltungen angeboten

am 26.05.2026 zum Thema: Smart Meter-Einbau, Kosten und Nutzen

am 27.05.2026 zum Thema: Der Energieversorgungsvertrag – Grundlagen und weiterführende Informationen

am 01.06.2026 zum Thema: Energiewende zu Hause: Solarstrom vom eigenen Dach (Online-Vortrag und Gruppenberatung)

am 03.06.2025 zum Thema: Was Netzbetreiber in der Energieversorgung leisten – Ein Blick hinter die Kulissen

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