Am 8. März ist Frauentag – Aus Wut wird Widerstand

Noch immer verdienen Frauen weniger als Männer, leisten mehr unbezahlte Sorgearbeit und erleben täglich Diskriminierung und Gewalt.

Das macht uns wütend.
Gleichzeitig gilt: Wut zu zeigen, ist ein männliches Privileg.
Unsere Gesellschaft schreibt ganz genau vor, wer unter welchen Umständen Wut formulieren darf und welcher Ausdruck von Wut legitim ist: Wütende Männer sind stark und durchsetzungsfähig – wütende Frauen sind hysterisch und angeblich echte Drama Queens. Oft wird wütenden Frauen unterstellt, sie seien hormongesteuert. Zornige Frauen gelten als inkompetent und werden nicht ernst genommen. Statt auf Inhalte zu hören, wird ihr Ton kritisiert und ihr Anliegen relativiert. Diese Abwertung erleben queere Menschen und BIPoCs oft besonders stark.
Doch weibliche Wut hat einen Grund: Sie entsteht aus struktureller Ungleichheit. Und genau deshalb kann sie zur Kraft für Veränderung werden.

Wenn wir heute und morgen unsere Stimmen erheben und uns zusammenschließen, wird aus Wut ein Antrieb für mehr Selbstbestimmung, Schutz vor Gewalt, echte Gleichberechtigung und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Am 8. März machen wird diese Kraft sichtbar. 💪🏼💜

Seit der Gründung von Bündnis90/DieGrünen eines unserer wichtigsten Themen:
Am 8. März ist Frauentag – Aus Wut wird Widerstandfrauenkampftag

….und ja, es gibt sie, auch hier bei uns:

Männer, die sich aktiv für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen, indem sie patriarchale Strukturen hinterfragen, männliche Privilegien reflektieren und Sexismus bekämpfen. Sie definieren sich nicht über Worte, sondern durch Taten wie faire Care-Arbeit, geschlechtergerechte Sprache und das Eintreten gegen Gewalt. Auch ihr Ziel ist eine gerechtere Gesellschaft, von der alle Geschlechter profitieren.

#feminismus

#selbstbestimmung

#gleichberechtigungfüralle

#gewaltschutz

So lange es Mut braucht, für grundlegende Rechte und zu wenig Sichtbarkeit die Stimme zu erheben, gehen auch wir auf die Straße. Heute in Lilienthal.

Denn es gibt immer noch so Vieles um das wir gemeinsam kämpfen müssen.

Danke für die Orga an das Queerfeministische Bündnis Lilienthal (Zusammenschluss engagierter Menschen, die sich für Queer-Feminismus im ländlichen Raum stark macht) und alle starken RednerInnen, die uns zu s*xualisierter Gewalt, Cybergrooming, der Situation der Frauen im Iran, zum Umgang mit dem §218 mutig berichteten.

Bericht der Wümme-Zeitung vom 08.03.2026: Demo in Lilienthal: Frauenrechte und Gleichberechtigung im Fokus

In Lilienthal haben rund 150 Menschen am Weltfrauentag demonstriert. Das queer-feministische Bündnis hatte zu dem Marsch durch den Ort aufgerufen. Im Mittelpunkt standen mehrere Redebeiträge.

Auch Stephanie Bischof, die sich mit Ihren KollegInnen für die Abschaffung des §218 ausspricht war eine der Rednerinnen. Einen aktuellen Artikel findet Ihr ebenfalls in der Wümme-Zeitung:

Bericht der Wümmezeitung vom 06.03.2026: Frauenäztinnen über §218. Abtreibung: „Das Thema muss raus aus der Ecke der Illegalität“

Die Frauenärztinnen Stephanie Bischoff, Petra Reuther und Katharina Allerdissen sind dafür, dass der Paragraf 218 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen wird. Im Interview berichten sie von ihren Erfahrungen.

Lilienthal am 08.03.2026

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