Die Grasbergerin Alisa Bispinghoff hat in diesem Jahr die Initiative Böllerfrei OHZ ins Leben gerufen da „sich viele Menschen im Landkreis Osterholz ein böllerfreies Silvester wünschen“.
Sie setzt sich mit Ihrer Petition für den Landkreis Osterholz und einem geplanten Einwohnantrag für die Gemeinde Grasberg gegen laute Böller und Knallkörper der Kategorie F2 für einen begrenzten Zeitraum an Silvester und für mehr Rücksichtnahme auf Tiere & Umwelt sowie für knallfreie Alternativen ein.
Die Grasbergerin wünscht sich ein Umdenken an Silvester und stellte am 04.02.2026 Ihre Initiative auf unserem offenen OV Treffen vor.
Bereits am 22.02.2026 führte sie auf eigene Initiative eine Infoveranstaltung mit Vernetzungstreffen in Grasberg durch.
Unser Interesse hat sie geweckt und wir werden die Initiative und Ihre Aktivitäten für Grasberg gespannt begleiten.
Was kann ihr Projekt konkret für unsere Gemeinde bedeuten?
Für Grasberg bedeutet die Petition „Böllerfrei Osterholz“ vor allem eins: Mitgestaltung auf zwei Ebenen.
– Wenn die Petition auf Landkreisebene wirkt
Richtet sich die Petition an den Landkreis Osterholz, dann betrifft eine mögliche Entscheidung automatisch auch Grasberg.
Der Kreistag müsste das Anliegen prüfen und beraten. Sollte es zu Regelungen oder Empfehlungen kommen, würden diese für das gesamte Kreisgebiet gelten – also auch für Grasberg.
– Wenn zusätzlich ein Einwohnerantrag / Bürgerantrag in Grasberg gestellt wird, wie angekündigt:
Wird ein Bürgerantrag direkt in der Gemeinde eingebracht, dann muss sich auch der Gemeinderat in Grasberg offiziell damit befassen.
Das heißt:
Das Thema kommt auf die Tagesordnung.
Die Verwaltung prüft neben den bestehenden weitere rechtliche Möglichkeiten.
Der Rat diskutiert zusätzlich öffentlich darüber.
Für Grasberg heißt das:
Die für die Initiative engagierten Bürgerinnen und Bürger können aktiv Einfluss darauf nehmen, ob und wie künftig mit Feuerwerk umgegangen wird – etwa durch weitere Einschränkungen an bestimmten Orten, Schutz sensibler Bereiche oder klare Regeln zum Schutz von Natur, Tieren und Einsatzkräften (Für die Gemeinden Grasberg, Worpswede und Lilienthal werden bereits jetzt alljährlich Allgemeinverfügungen seitens der Bürgermeister und Verwaltungen erlassen, die das Abbrennen von lautem Feuerwerk der Kategorie F2 an sensiblen Orten in unseren Gemeinden verbieten. Hier wäre natürlich eine Erweiterung denkbar, die in den Gremien beraten werden könnte).
Kurz gesagt:
Die Petition einer einzelnen Grasbergerin ist der Impuls. Der angedachte Bürgerantrag ist der nächste konkrete Schritt für ein offensichtlich bestehendes Anliegen in Grasberg.
Positiv ist:
Die Verwaltung und Gremien des Gemeinderates in Grasberg bekommen Wünsche von BürgerInnen durch genau solche Initiativen direkt gespiegelt und damit die Chance, selbst Position zu beziehen und Lösungen z.B. für dieses Anliegen zu erarbeiten und über Handlungsspielräume zu beraten. Denn jedes Engagement unserer BürgerInnen und das Ermöglichen von mehr Bürgerbeteiligung ist ernst zu nehmen und zählt für unsere Gemeinschaft. Es verdient Anerkennung auch in der Kommunalpolitik hier in Grasberg.
Der Weser-Kurier berichtete
am 05.02.2026: Grasbergerin kämpft für böllerfreies Silvester im Landkreis Osterholz
am 25.02.2026: Böllerverbot in Grasberg soll durch Bürgerantrag kommen „Mehr als 1600 Menschen haben eine Petition für ein böllerfreies Silvester im Landkreis Osterholz bisher unterzeichnet. Nun bereitet die Initiative einen Bürgerantrag für Grasberg vor.“
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