Die Sitzung dauerte 13 Minuten (Beginn: 19:00 Uhr/ Ende 19:13 Uhr). Teilgenommen hat für B90 / Die Grünen Grasberg Jörn Schumm (Ausschussmitglied und Fraktionsvorsitzender). Es gab einige Neuigkeiten, die wir Euch hier gerne kurz zusammenfassen:
Zunächst berichtete unser Bürgermeister Stefan Ritthaler unter dem Tagesordnungspunkt 6 (Bericht des Bürgermeisters):(Quelle ist die öffentlichen Niederschrift) wir zitieren:
„Bürgermeister Ritthaler berichtet mündlich, dass der Auftrag für die Sanierung der Fahrbahndecke der
Neu-Ottersteiner Straße vergeben wurde und die Arbeiten ausgeführt werden sollen, sobald die Witterung dies zulässt. Weitergehend weist er darauf hin, dass die Wörpebrücke an der Speckmannstraße neben der Kreissparkasse in diesem Jahr vom Landkreis saniert werden soll, wobei die Arbeiten mit einer halbseitigen Sperrung der Straße voraussichtlich im Juni 2026 beginnen und drei Monate dauern werden. Seitens der Verwaltung habe man den Landkreis auf die im Herbst anstehende Maisernte sowie auf die parallel beabsichtigte Sanierung der Landesstraße in Richtung Lilienthal hingewiesen. Ergänzend bemerkt Herr Koppen, dass im Vorwege noch Arbeiten der Telekom zur Leitungsverlegung an der Brücke notwendig sind. Zum Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Brücke wird für voraussichtlich zwei Tage eine Vollsperrung der Brücke notwendig sein um die Asphaltdecke einbauen zu können. Abschließend weist Bürgermeister Ritthaler darauf hin, dass voraussichtlich mit Beginn der Osterferien die Arbeiten zum barrierefreien Umbau der Haltestelle vor der IGS beginnen werden.„
Beim Tagesordnungspunkt 8 ging es um die Änderung des Bebauungsplanes Nr. 38 „Einzelhandel am Langenmoor“ zur Beschlussfassung über die öffentliche Auslegung und die Anhörung der Träger öffentlicher Belange (Drucksachen-Nr. 2026/0001)
Es folgen Zitate aus der Begründung zum Bebauungsplan Nr. 38 „Einzelhandel am Langenmoor“, 1. Änderung -Entwurf-:
„Planungsanlass und Panungsziel ist es: das Bestreben der Gemeinde in dem Gebäude, welches sich nordwestlich im Plangebiet befindet, die Unterbringung eines Fitnessstudios planungsrechtlich zu
ermöglichen. Da dieses Vorhaben aufgrund der aktuellen Art der Nutzung in diesem Bereich (Sonstiges Sondergebiet „Großflächiger Einzelhandel“) nicht umsetzbar ist, ist es notwendig durch die Änderung des Bebauungsplans die Art der Nutzung in ein Gewerbegebiet zu ändern. Diese Nutzungsänderung fügt sich in den vorhandenen Bestand sehr gut ein, weil auch die nördlichen und südlichen Flächen, wie zuvor erläutert, bereits einer gewerblichen Nutzung unterliegen.
INHALT DER ÄNDERUNG
Entsprechend dem Planungsanlass wird für den Änderungsbereich die festgesetzte Art der baulichen Nutzung von Sonstiges Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Großflächiger Einzelhandel“ in Gewerbegebiet geändert.“
Die Aussprache und eintimmige Beschlussfassung ist in der öffentlichen Niederschrift dokumentiert:
es folgt ein Zitat hieraus:
- „1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 38 „Einzelhandel am Langenmoor“ Beschlussfassung über die öffentliche Auslegung und die Anhörung der Träger öffentlicher Belange (Drucksachen-Nr. 2026/0001).
Ratsherr Voß geht auf den Tagesordnungspunkt ein und bittet um Zustimmung zum vorliegenden Beschlussvorschlag.
Beigeordneter Schumm (B90/Die Grünen) begrüßt ebenfalls das Vorhaben und die Entwicklung in dem Bereich des Gewerbegebietes und hofft auch auf eine Verbesserung für den dortigen Imbissbetrieb.
Im Anschluss wird folgender einstimmiger Beschluss gefasst:
Dem Planentwurf und der Begründung des Planungsbüros Instara für die 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 38 „Einzelhandel am Langenmoor“ wird zugestimmt. Auf dieser Grundlage sind die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB und die Anhörung der Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen.„
Der Original-Redebeitrag von Jörn Schumm (B90/Die Grünen) lautete:
„Aus unserer Sicht ist die Änderung des Bebauungsplanes sinnvoll. Das beschleunigte Verfahren stellt endlich einmal eine messbare Erleichterung dar, die wir uns in vielen Bereichen in ganz Deutschland so dringend wünschen.
Positiv ist zudem, dass es sich um eine reine Nutzungsänderung im Bestand handelt und keine neuen Flächen versiegelt werden. Dies entspricht dem Ziel, die Neuversiegelung landesweit bis 2030 deutlich zu reduzieren.
Die Umwandlung des Sondergebietes in ein Gewerbegebiet ermöglicht die Ansiedlung eines Fitnessstudios, das sich gut in die bestehende gewerbliche Nutzung einfügt. Gleichzeitig entsteht damit ein neues, gut erreichbares Angebot für Grasberg, das die Gesundheit fördert und insbesondere für junge Grasbergerinnen und Grasberger ein zusätzlicher Treffpunkt sein kann.
Darüber hinaus eröffnet die Nutzungsänderung dem Betreiber des Hewall-Imbisswagens, Herrn Ahmet Bulut, endlich die Möglichkeit, die bereits angemieteten und hergerichteten Räume in dem Gebäude zu nutzen.
Insgesamt ist das Vorhaben eine gute Lösung für diesen Bereich in Grasberg. Aus diesem Grund unterstützen wir die Änderung des Bebauungsplanes.“
Die öffentliche Bekanntmachung zum Aufstellungsbeschluss und zur öffentlichen Auslegung (Frist: 04.02.2026-05.03.2026) erfolgte durch die Verwaltung am 28.01.2026 und ist hier einsehbar.
Unter Tagesordnungspunkt 9 wurden Anfragen und Anregungen behandelt, hierbei ging es um den plötzlichen Wintereinbruch:
auch hier wir zitieren auch hier aus der Niederschrift :
„Ratsherr Schaffert bemerkt, dass einzelne Anwohner ihre Schneeräum- und Streupflichten am vergangenen Wochenende nicht oder nur sehr unzureichend beachtet haben und bittet darum, hier nochmals
gezielt an die entsprechende Verpflichtung zu erinnern. Bürgermeister Ritthaler erklärt, dass seitens
der Verwaltung entsprechende Kontrollen durchgeführt und bereits entsprechende Erinnerungsschreiben versandt wurden.Ergänzend stellt Ratsherr Schaffert fest, dass der Winterdienst aus seiner Sicht und auch nach Wahrnehmung in der Öffentlichkeit in Grasberg sehr gut funktioniert habe und lobt die entsprechenden Arbeiten seitens des Außendienstes der Gemeinde.
Dies wird ebenfalls von Beigeordnetem Schumm (B90/Die Grünen) so gesehen, der insbesondere verdeutlicht, dass viele Personen und insbesondere. Pflege- und Rettungsdienste aber auch viele weitere Menschen darauf
angewiesen sind, dass die Straßen und Wege geräumt und gestreut werden.“
Quellen: Das komplette Sitzungspaket mit allen Vorlagen und der Niederschrift findet Ihr hier
weiterführende Artikel und Infos:
Weser-Kurier vom 18.06.2025 Ausschuss ebnet Weg für Fitnessstudio in Grasberg
„Beim Thema Fitnessstudio ist die Gemeinde Grasberg jetzt einen wichtigen Schritt vorangekommen. Was der zuständige Ausschuss für Bau, Planung und Entwicklung am Dienstagabend auf den Weg gebracht“
Weser-Kurier vom 14.01.2026 Sanierungen in Grasberg: Welche Straßen in diesem Jahr dran sind
„In Grasberg stehen in diesem Jahr Straßensanierungen an. Dabei könnte die Speckmannstraße zum Nadelöhr werden. Welche Bereiche angepackt werden und worauf sich Verkehrsteilnehmer einstellen müssen.“
Weser-Kurier vom 11.01.2026 Grasberg: Freiwillige helfen beim Winterdienst
„Der Schnee hatte die Region am Wochenende voll im Griff. Die Winterdienste hatten ihre Mühe, sodass Gemeinden wie Grasberg auf Freiwillige angewiesen waren, um mit den Winterfolgen klarzukommen.“
Der Landkreis Osterholz informierte: Witterungsbedingter Schulausfall am Montag, 12. Januar 2026
Auf der Homepage der Gemeinde ist seit 04.12.2025 auch die Bekanntmachung der Hausshaltssatzung einsehbar.
unser Fazit:
Die ständige Sanierungsbedarf unserer Moorstrassen ist ein großer Kostenfaktor für unsere Gemeinde, den Landkreis und das Land Niedersachsen. Die Verwaltung und der befasste Ausschuss sind ständig am Thema.
Wir sind froh dass es in 2026 trotz knapper Kassen und wenig Haushaltsmitteln weiter vorangeht.
Einsetzen müssen wir uns gemeinsam auch weiterhin auch für neue Fahrbahnmarkierungen (auch die Zebrastreifen im Kreisel sind kaum noch sichtbar und die Fahrbahndecke ist nach kurzer Zeit marode).
Die Radwege dürfen ebenfalls nicht vergessen werden. Wir hoffen, dass auch das Land Niedersachsen neue Förderprogramme auflegt, die für uns bei der aktuellen Finanzlage unserer Kommune mit wenig Eigenanteil nutzbar sind.
Der barrierefreien Ausbau des IGS Busplatzes und dann auch die geplante Sanierung der Findorffstrasse soll trotz unserer Kritik wie geplant ab 2026 umgesetzt werden. Leider werden bei der vorliegenden Planung neue Ideen für mögliche Verkehrskonzepte (die gut für alle Verkehrsteilnehmende wären 🚴♀️🚗🚶👩🦽➡️) kaum mitgedacht. Durch die geplante Verbreiterung des Gehweges wird die Verkehrs- und Parksituation für Anwohnende und NutzerInnen der Straße nicht verbessert und auch die Eltern-Taxi-Problematik bei der Grundschule nicht entschärft. Wir halten weitere Gespräche hierzu für wichtig, um nach guten Lösungen für eine Barrierrefreiheit für Alle zu suchen und Kompromisse für eine spätere Optimierungen zu finden. Denn da geht mit Sicherheit mehr.
Jede Art von Leerstand, wie am Langenmoor (aktuell stehen die ehemaligen Geschäfte Sopora und Schuh-Mann leer) sollte vermieden werden. Daher befürworten wir das beschleunigte Verfahren der Verwaltung im Bauleitplanverfahren und eine Öffnung für Gewerbetreibende aller Art, sowie gute Lösungen für Nachnutzungen.
Bunt-grüne Grüße
aus Ortsverband und Fraktion B90/Die Grünen Grasberg
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