wir wollen gemeinsam mutig Zukunft gestalten
unter dem Motto „Zukunft braucht Mut-lokal handeln, global wirken“ stand unserer diesjähriger traditioneller Neujahrsempfang des Kreisverbandes Osterholz, der die Ortsverbände der Gemeinden Grasberg, Hambergen, Lilienthal, Osterholz-Scharmbeck, Ritterhude, Schwanewede und Worpswede verbindet.
Ausrichter war in diesem Jahr der Ortsverband Osterholz-Scharmbeck, der mit der Location, dem Freizeit- und Bowlingzentrum Maribondo im Herzen von Osterholz-Scharmbeck einen Ort gefunden hat, der bunt ist, für Vielfalt steht und mit seinen freundlichen Mitarbeitenden allen einen herzlichen Empfang bereitete.

Dem Ortsverband Osterholz-Scharmbeck gilt unser Dank für die Orga der Räumlichkeiten, der Versorgung mit Getränken, leckerem Fingerfood und Infomaterial und die Abstimmung mit dem Kreisvorstand, der in diesem Jahr auch per Social-Media eine öfffentliche Einladung an alle Interessierten ausgesprochen hat.
Wir wissen die gute Zusammenarbeit der Vielen zu schätzen, denn es gab einiges an vorbereitenden Arbeiten, die im Voraus durch Aktive geleistet wurden, damit sich alle wohlfühlen.
Für eine nette Ankommen sorgte am Empfang auch Verena Rademaker-Wolf, die unser Wahlkreisbüro in der Bahnhofstraße 88, 27711 Osterholz-Scharmbeck managt und schon vor dem Start interssierte Gäste auf unsere online-Umfrage als Beteiligungsmöglichkeit hinweisen konnte.
Mit dem Zug im Schneegestöber aus Berlin pünktlich angereist war MdB Dr. Lena Gumnior, die sich bei einem Kaffee noch richtig viel Zeit nahm, für persönliche Begrüßungen und direkt für Fragen und Anregungen offen zur Verfügung stand. Schon bevor es losging.


Nachdem sich der Saal langsam gut füllte gab es eingangs zunächst eine schlechte und eine gute Nachricht:
Heiko Sachtleben (Sprecher für Wirtschaft, Bauen und Wohnen, Niedersächsischer Landtag) musste leider kurzfristig absagen; für den geplanten Vortrag mit Diskussion „Wie schaffen wir bezahlbaren Wohnraum – ohne Zersiedelung und mit Klimaschutz?“ soll ein jedoch ein neuer Termin gefunden werden.
Ins offizielle Programm, mit mehr Zeit für die einzelnen RednerInnen startete unserere Sprecherin des Kreisverbandes Emilia de Rosa, die zunächst Ihre Anerkennung für den OV Osterholz Scharmbeck aussprach und dann wichtige Worte zu diesem ganz besonderen Wahljahr an die anwesenden richtete. Denn es stehen die Kommunalwahlen an und erstmalig auch die Möglichkeit der Wahl eines grünen Landratskandidaten.
Wichtig sei, was bei diesen Wahlen und auf kommunaler Ebene entschieden wird, betrifft alle Menschen, die hier leben. Es sollte uns hier um echte Lösungen für echte Probleme gehen.
Wir sollten in den Wahlkampf gemeinsam in den Wahlkampf gehen mit Respekt und echtem Interesse.
Grüne Themen wie Klimaschutz, Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie und Beteiligung (wie bei der online-Umfrage) sind auch auf kommunaler Ebene wichtig.
Als erste Rednerin begrüßte Emilia dann Brigitte Neuner Krämer (Mitglied der grünen Kreistagsfraktion und stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Osterholz-Scharmbeck.

Nach einleitenden Worten in denen Sie dazu aufrief in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten positiv und zuversichtlich zu bleiben berichtete sie über Aktuelles, wie z.B.:
- die Stärken des Landkreises und der Stadt Osterholz, wenn es um Bildung und mehr Bildungsgerechtigkeit geht, als Beispiel nannte sie die weiterführenden Schulen und den erfolgreichen Umbau der Oberschule zur IGS
- die finanziellen Herausforderungen bei der Umsetzung des gesetzlich verpflichtenden Ganztagsausbau, bei der eine hohe Qualität der Betreuung erreicht werden soll, damit durch gute Konzepte, bei denen Vereine und z.B. Musikschule eingebunden werden sollen möglichst ein guter Zugang zu Angeboten geschaffen werden kann, die vorher nicht für alle Familien zugänglich waren.
- die Wichtigkeit des sozial gerechter Wohnungsbaus-bezahlbares Wohnen schafft Sicherheit, Teilhabe und Zusammenhalt.
- die Neugestaltung der Innenstadt – viele Baustellen fördern Unmut. Mehr Information und Beteiligung der BürgerInnen könnte dazu beitragen die Innenstadt auch als Ort zu gestalten, in dem man sich künftig auch ohne Konsum begegnen kann.
- das große bürgerschaftliche Engagement, welches die Stadtgesellschaft solidarisch und menschlich macht: Hierzu gehörten: die aktuell vom NaBu organisierte Entkusselungsaktion mit Schülerinnen und Schülern im Kiebitzmoor, die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrleute-die für unser aller Sicherheit sorgen, kommunale Bündnisse-wie das „Bündnis engagierte Stadt“, die Fahrradwerkstatt, Omas gegen Rechts und Viele mehr…..
- die nächste Engagement-Messe am 09.05.2026
Sie schloss Ihren Beitrag mit den Worten: „Engagement hält unsere Gesellschaft zusammen und schafft Teilhabe, Demokratie und Zuversicht-denn gerade in bewegten Zeiten brauchen wir Menschen, die Mut haben und Brücken bauen, und dazu gehören auch wir Grünen“
Dann konnte Dr. Lena Gumnior MdB nach dem bewegenden Wahlkampf auf Ihrem ersten Neujahrsempfang als Bundestagsabgeordnete klar und ehrlich aus Ihrer Arbeit im Bundestag berichten.

Lena berichtete anhand spannender Beispiele, von den Vorteilen der Oppositionsarbeit, wie zum Beispiel der Möglichkeit des klaren Benennens offensichtlicher Probleme. Und dann sprach sie auch über die Nachteile: Wenn es z.B. darum geht, dass wichtige Fragen, die sich gesellschaftlich gerade stellen oft ignoriert werden und durch die Koalition keine echten Lösungen gefunden werden.
- Sicherheitspolitische Themen (Ukraine, die Seit Wochen in einem kalten Winter mit schlechter Energieversorgung dasteht und Weltpolitik, in der gerade Gewissheiten verloren gehen)
- Gesellschaftspolitische Themen, wie Soziale Gerechtigkeit, Erbschaftsteuer, Rente etc
Da sie stattdessen teure Wahlgeschenke macht, wie z.B. die Mütterrente, die Gastrosteuer und Vieles mehr und an falschen Stellen spart, bei den Menschen, die eh schon viel zu wenig haben, z. B. Bürgergeldempfänger und Kranken.
Dass die Grünen Lösungen haben sehe man jeztzt, wenn die im ehemalige Bundestag auch durch die Grünen geleistete Vorarbeit in Ansätzen wie bei der Stromsteuer, der Infrastruktursanierung, der Lockerung der Schuldenbremse und der sozial gedachten E-Auto-Förderung, umsetzt.
Politik zu machen bedeute auch, Verantwortung zu übernehmen und für alle da zu sein. Menschen müssten der Politik vertrauen und spüren „mein Staat ist für mich da“.
Dass es Sinn macht, als Grüne weiter laut zu sein spüre sie manchmal in Momenten an den verschiedensten Tischen, zu denen offiziell eingeladen würde und im direkten Austausch, in denen man auch merke, dass z.B. die Abgeordneten der AfD keine Lösungsvorschläge haben, bzw. zu vielen bekannten Themen, wie auch Frauenrechten nicht sprachfähig seien.
Oder bei Formaten, wo sie oft die einzige junge Frau sei, die sich traue zu argumentieren und wenn es wichtig sei auch zu widersprechen.
Es sei immer auch wichtig, welche Themen die Opposition im Bundestag setze, wenn die Koalition sich wie z. B. bei der RichterInnenwahl z. B. von rechts aussen beinflussen lässt.
Ihre Motivation für den kommenden Wahlkampf sei es jetzt endlich etwas zurückgeben zu können, wenn es darum geht hier vor Ort Themen und Menschen zu unterstützen wie:
-eine Ortsentwicklung die sich den Folgen der Klimakrise und den Extremwetterereignissen anpasst,
-sich auch gemeinsam mit den Gewerkschaften für sichere Arbeitsplätze und Arbeitnehmerrechte einzusetzen
-den Ausbau des ÖPNV zu fördern
-sich für die Schaffung eines sicheren Frauenhaus im Landkreis einzusetzen
-die grünen Landtagskandidaten zu unterstützen
-für Alle erreichbar und ansprechbar zu sein
auch Mitglieder unserer Kreistagsfraktion waren vor Ort, Dörte Gedat, Vorsitzende der Kreistagsfraktion B90/Die Grünen nutzte als Nächste die Gelegenheit von dicken Brettern, und „echten Themen“ im Landkreis zu berichten.

- ganz klar sei, dass neben dem Landkreis auch die Kommunen aktuell mit leeren Kassen dastünden, wenn immer mehr Aufgaben mit immer weniger Mitteln bewältigt werden müssten.
- dass Kompromisse z.B. in Sachen Windkraft und Raumordnung für alle Beteiligten anstehen
- den positiven Ausbau des ÖPNV, siehe Osterholz-Taktes mit z.B. der Direktlinie Schwanewede-Bremen
- wie es ist im Landkreis aktuell vor Problematiken der Co-Finanzierungen z. B. beim Ausbau der Ganztagsbetreuung, beim ÖPNV, beim Naturpark, beim Straßenbau etc zu stehen.
- Positiv sei dass Projekte gibt, allen im Landkreis zu Gute kommen und trotz knapper Kassen angeschoben sind. Da sei z.B. die Tagespflegeeinrichtung nahe des Kreiskrankenhauses (öffentlich und kommunal getragen), die Umsetzung des Osterholz-Taktes. Und auch in Sachen Bildung (Schule am Klosterplatz, BBS) würden große Summen investiert. Da Sei sich der Kreistag auch meistens einig (bis auf eine Fraktion). Dies sei wichtig zu wissen, wenn es um die Kreisumlage ginge, die ja von den Kommunen für eben diese Zwecke an den Landkreis gingen.
- Und natürlich freue sie sich sehr über dass es in diesem Jahr ersmtalig einen grünen Landratskandidaten gäbe
Und damit fand Sie eine gute Überleitung zum nächsten Redner:
Kim Kolja Fürwentsches, amtierender Bürgermeister in Lilienthal

Kim, den wir und viele im Landkreis auch durch seine verlässlich gute Arbeit in der Gemeinde Lilienthal als nahbarer und kompetenter Bürgermeister bekannt ist, der seine Gemeinde verlässlich durch das Hochwasser gebracht hat schilderte auf Wunsch noch einmal seinen beruflichen Werdegang und ganz persönliche Gründe, die ihn vor einigen Jahren bewegt haben, sich gemeinsam mit seiner Frau politisch zu engagieren.
Einer der Gründe sei z. B. die damalige Kinderbetreuungssituation gewesen.
Er schilderte seine positiven Erfahrungen während des damaligen Wahlkampfes. Wie spannend z.B. war alle Straßen im Ort kennenzulernen und in den persönlichen Austausch mit den BürgerInnen zu gehen um zu hören, was sie tatsächlich beschäftigt.
Er bedankte sich ausdrücklich bei Dr. Lena Gumnior, die für uns alle so oft vor Ort und durch Ihre Präsenz ganz nah an den Themen des Landkreises und der Menschen in den Gemeinden sei.
Auf den Wahlkampf freue er sich und bedankte sich für die Unterstützung.
Dann war Zeit für alle Gäste unter denen auch Mitglieder der anderen demokratischen Parteien waren bei liebevoll durch das Maribondo-Team zubereitetem Fingerfood und Getränken die Zeit für die persönliche Begegnung zu nutzen.



Über viele Themen wurde gesprochen, darunter war natürlich auch die Enttäuschung über die Bundespolitik, eine wirklich schwierige Weltlage, echte Krisen (die Klimakrise) und Kriege.
Über Unsicherheiten zum Umgang mit klammen Kassen in den Kommunen und auch die unserer BürgerInnen nach verlässlicher Betreuung, Sicherheit und nach Wärmepumpenförderung und bezahlbaren e-Autos für alle……
Und natürlich auch Themen die die Union gerade bei den Menschen gerade nicht beliebter macht, wenn Sie populistische Scheindebatten schürt und spaltet anstatt sich um gut umsetzbare Lösungen für drängende Anliegen der BürgerInnen zu kümmern.
Viele Fragen stehen im Raum: auch z. B. wer wurde denn eigentlich noch nicht beschimpft? zuerst waren es „die Migranten“, dann die zivilgesellschaftlich Engagierten (NGO´s und Omas gegen Rechts), die nicht alle Tassen im Schrank hatten, dann „die Menschen im Stadtbild“, dann sollten wir unsere „Töchter fragen“, jetzt sind es die „Kranken“ und die Menschen, die in „Livestyle-Teilzeit“ arbeiten. Und wem nützt das?
Begegnung und der Austauschund sind uns wichtig und werden gelebt.
Wir wissen dass sich viele Menschen Lösungen wollen, sich für mehr Zusammenhalt einsetzen, in Politik, Vereinen und ganz persönlich. Wir möchten diese Menschen unterstützen und machen gemeinsam unser Angebot für mehr grüne Politik – mit Mut- für die Menschen, die hier leben.
Ende der kurzweiligen Veranstaltung gegen war 17:30 Uhr
Danke an KV und Orga Team !
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